Es gibt Straßen, die man befährt, und Straßen, die man lebt. Die Transfăgărășan gehört zur zweiten Kategorie. Ich erinnere mich gerade an vor 4 Wochen, als wir uns mitten in unserer Motorradtour durch Siebenbürgen befanden.
Es war bereits der vierte Tag unseres Abenteuers, und wir hatten einen guten Teil der Strecke unter einem meist bewölkten Himmel zurückgelegt. Wir waren eine Gruppe von 9 Personen, zusammen mit acht außergewöhnlichen Schweizer Ridern. Auf ihren Wunsch hin passten wir die ursprüngliche Route leicht an, um einen weiteren legendären Ort einzubauen: die Festung Sighișoara (Schäßburg).
Während wir aufstiegen, bot uns die Natur eine wilde Überraschung: Wir begegneten einer Bärenfamilie direkt am Straßenrand. Obwohl das Spektakel faszinierend war, hielten wir nicht an, um Fotos zu machen. Wir waren auf eine solche Begegnung nicht vorbereitet, und wie jeder verantwortungsbewusste Reisende weiß, ist es absolut nicht ratsam, sich ihnen zu nähern.
Es war bereits Mittag, als wir fast den Bâlea-See erreichten, und die Wolken, die uns den ganzen Morgen begleitet hatten, lösten sich plötzlich auf. Genau in diesem Moment kam die Sonne heraus und beleuchtete spektakulär die schwindelerregenden Kurven, die sich unter uns erstreckten – der perfekte Moment für dieses unvergessliche Panoramafoto.
Dennoch erteilte uns der Tag auch eine administrative Lektion. Christian, einer unserer Schweizer Freunde, verlor leider unterwegs sein Portemonnaie. Dieser Vorfall ließ uns alle einen klaren Schluss ziehen: Auf solchen Touren sind Seitenkoffer für persönliche Gegenstände absolut notwendig für die Sicherheit und den Seelenfrieden. Abseits dieser kleinen Abenteuer bleibt die Transfăgărășan eine Symphonie aus Fels und Freiheit.